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Vacances in Zusammenarbeit mit Vahrer Löwen e.V.

Über neue Wege zusammen finden trotz Distanz

Projektbeschreibung
Anhand eines gemeinsamen Themas sollen in dem Projekt Senioren neue Wege mit Hilfe digitaler Medien ausprobieren, die Kontaktmöglichkeiten und Austausch trotz körperlicher Distanz ermöglichen. Hintergrund sind insbesondere die akuten Auswirkungen der Corona-Pandemie.
Ziele sind dabei:
- Schaffung und Unterstützung von sozialen Kontakten trotz Distanz
- Ausprobieren von technischen Verbindungsmöglichkeiten mit neuen Medien
- Erweiterung der Kompetenz von Senioren bei Smartphones und Internet, soweit möglich
- Grundlagenkenntnisse zu vermitteln, mit denen weitere Angebote planbar sind die darauf aufbauen, soweit möglich

Zielgruppe
Senioren aus dem Stadtteil, die Vorkenntnisse bei der Nutzung von Internet und PC oder Smartphones besitzen und Interesse daran haben ihre Kenntnisse auszuweiten und mitzumachen.
Geworben werden soll sowohl über bestehende Kontakte, wie auch über Bekanntmachungen auf traditionellem Weg (z.B. Zeitung, Handzettel).
Die Hindernisse dieser Zielgruppe sind erfahrungsgemäß sehr unterschiedlich. Erwartet werden können sowohl persönliche, biographische und gesundheitliche Einschränkungen, wie auch Einschränkungen, die man allgemein unter „Alterseinschränkungen“ zusammenfassen kann. Dazu würde eine verminderte Lernleistung gehören und die Schwierigkeit sich leicht mit neuen Themen auseinander setzen zu können. Darüber hinaus kann ein größeres soziales Mitteilungsbedürfnis angenommen werden.
Auf gesundheitliche Einschränkungen muss Rücksicht genommen werden.
Als zusätzliche Hindernisse können des Weiteren technische Schwierigkeiten angenommen werden, wie beispielsweise ältere Hardware – oder langsames Internet.

Unterstützungsbedarf
Der Unterstützungsbedarf wird vor allem personell sein. Dinge müssen betreut ausprobiert werden, damit die Kommunikation klappt. Für einige technische Probleme müssen kreative Lösungen gefunden werden.

Defizite derzeitiger Unterstützungsangebote
Derzeit finden unterstützende Angebote für Neue Medien aufgrund der Pandemie nicht statt. Allein das Stattfinden des Projektes stellt daher bereits eine Stütze dar, die die Menschen in ihrer Umgebung stärkt, weil das Defizit „enger Kontakt in der Gruppe“ umgangen werden kann.

Worin liegt die Innovation?
Das Projekt könnte durch praktische Vorbereitung den Weg für weitere Angebote auf Distanz ebnen. Es geht darum die älteren Mitbürger im Stadtteil fit zu machen für nicht-gewohnte, neuere mediale Wege, mit denen man auch auf Distanz Kontakt haben kann mit anderen Senioren, der eigenen Familie, der gewohnten Umgebung in der Nachbarschaft etc. Die Innovation liegt hier beim Menschen im Stadtteil in seiner wirklichen Umgebung und der angenommen konkret erfahrbaren Erweiterung durch für ihn neue technische Mittel.
In der Projektbeschreibung zu Beginn sind oben schon einige Ziele benannt, die angesteuert werden sollen. Die erlernten Techniken könnten, idealer Weise, in Folgeveranstaltungen genutzt werden.
Betrachtet werden könnten auch unterschiedliche Formen der Betreuung. Welche Form der Betreuung hat im konkreten Fall mehr Erfolg? Telefonische Betreuung, Vor-Ort-Betreuung – oder die Online-Betreuung? Hinweise hierzu könnten eine Dokumentation von Hemmnissen und Fortschrittsfaktoren und –Erlebnissen während des Projektes liefern.

Arbeitserwartung des Projektleiters
Der Projektleiter wird die Teilnehmer darin zu unterstützen diese Ziele Schritt für Schritt zu erreichen und Alternativen zu finden, wenn Probleme auftauchen. Das bedeutet beispielsweise, dass ein Videokonferenz-Chat einen Versuch wert sein kann, dass es aber auch sein kann, dass auf andere, weniger datenintensive Formen zurückgegriffen wird, sollten es die Voraussetzungen erfordern.
Der Projektleiter wird die Teilnehmer auf verschiedenen Wegen versuchen zu betreuen. Beispielsweise telefonisch, vor Ort und (sobald möglich) im Online-Austausch. Diese Arbeit bedarf neben der konkreten persönlichen Betreuung auch der Vor- und Nachbereitung.
Fortschritte und Hemmnisse können dokumentiert werden.

Aufgaben der Teilnehmer
Die Teilnehmer sollen gemeinsam über das Internet an einem Thema arbeiten. Ein Beispiel könnte ein gemeinsam erstelltes Projekt sein. Der Austausch von Bildern oder – bei entsprechendem Vorankommen im Projekt – das Versenden von Videoschnipseln, die vom Projektleiter zusammengefügt werden könnten. Ein Thema bedarf noch einer konkreteren Ausarbeitung, die konkreten Arbeitsschritte dann später eine Anpassung an die Möglichkeiten der Gruppe. Darüber hinaus könnten unterschiedliche Wege der Kommunikation besprochen und evtl. ausprobiert werden, soweit dies im zeitlichen Rahmen möglich ist.

Voraussetzungen / Erfahrungen des Projektleiters
Der Projektleiter hat über mehrere Jahre Erfahrungen in der Vermittlung digitaler Inhalte für sehr unterschiedliche Alters- und Anforderungsgruppen. In den letzten Jahren speziell und vertieft in der Arbeit mit Senioren und bietet seit 2016 Einführungen und Fortbildungen für Senioren für Android-Smartphones an.

Erfolgsbemessung
Der Erfolg des Projektes kann auf unterschiedlichen Ebenen liegen.
So kann es sein, dass ältere Menschen es als Erfolg empfinden, wenn sie eine bestimmte persönliche Hemmschwelle überwinden oder beispielweise trotz körperlicher Einschränkungen „einfach dabei“ sind. Dies ist häufig auch das Ziel bei Angeboten in den Nachbarschaftstreffs-Treffs, die die Senioren derzeit nicht – oder stark eingeschränkt – besuchen. Daneben ist auf persönlicher Ebene jeder subjektive oder objektive Kompetenz-Zuwachs ein Erfolg.
Objektiv könnte man die Arbeit an dem noch zu erstellendem Arbeitsthema als Erfolg der Gruppe bewerten.
Der erhoffte Erfolg liegt darüber hinaus in dem Erlernen der Handhabung weiterer Angebote, die dann auch digital angeboten werden könnten.
Messen könnte man diesen Erfolg durch Befragung der Teilnehmer und dem Abgleich erreichter / nicht erreichter Ziele.
Ein weiterer Erfolg könnte vermutlich in der Erstellung der geplanten Dokumentationsnotizen der Veranstaltung gesehen werden.