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AWO Soziale Dienste gemeinnützige GmbH

„Universität der 3. Generation“ (U3G)

Projektbeschreibung
Die Angebote des Bildungsprojekts U3G sollen digital zur Verfügung gestellt werden, um die Teilnehmer*innen auf diesem Weg zur Nutzung des Internets und der vielfältigen daraus erwachsenden Möglichkeiten zu bewegen. Durch diese digitale Teilhabe soll die soziale Teilhabe ermöglicht werden und dem gesellschaftlichen Problem der honen „Offlinerquote“ unter den älteren Menschen der Stadt Bremen begegnet werden.

Zielgruppe (Altersspektrum, besondere Merkmale)
Angesprochen werden die Teilnehmer*innen der U3G, die bezüglich ihres Alters zwischen 60 und 95 Jahren liegen.

Schon mit der Einrichtung verbunden oder neu?
Es werden sowohl Menschen angesprochen, die die U3G in ihrer analogen Form bereits kennen, als auch Menschen, die an den Bildungsangeboten aus Gründen der eingeschränkten Mobilität nicht teilnehmen konnten oder das Projekt bislang nicht kannten.

Handlungsbedarf: Vor welchen Problemen / Barrieren in Bezug auf die Nutzung digitaler Medien stehen die Mitglieder dieser Zielgruppe?
Es gibt teilweise viele verschiedene Barrieren, die die potentiellen Nutzer*innen davon abgehalten haben: Motivationsbarrieren, Lernbarrieren, finanzielle Barrieren, Nutzungsbarrieren und Mobilitätsbarrieren

Welcher Unterstützungsbedarf besteht konkret?
Durch die Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus, die schon für die Absage des Sommersemesters 2020 der „Universität der 3. Generation“ gesorgt hatte, wird die Anzahl der
verfügbaren Plätze für die Bildungsangebote des Herbstsemesters stark limitiert sein. Um den Menschen die Möglichkeit zu geben dennoch an den vielfältigen Veranstaltungen teilzunehmen und sich somit weiterzubilden und sozial miteinander in Interaktion zu treten, sollen die analogen Angebote auch digital verfügbar gemacht werden. Darin liegt die große Chance, Menschen digital zu befähigen im ersten Schritt die genannten Bildungsangebote wahrzunehmen und in folgenden Schritten auch noch weitere digitale Chancen für die ältere Generation aufzuzeigen und gemeinsam zu erkunden.

Welche Defizite haben derzeitige Unterstützungsangebote?
Die aufgeführten Barrieren haben eine digitale Teilhabe älterer Menschen oft verhindert. Mit der Digitalisierung der Angebote der U3G verbinden wir die äußerst berechtigte Hoffnung, dass die Motivationsbarriere für viele Personen fällt, die bislang immer an den analogen Angeboten teilnehmen konnten, nun aber diesen Zugang durch die wenigen verfügbaren Plätze in den Veranstaltungsräumen verlieren werden. Viele weitere Barrieren werden durch das Projekt der digitalisierten U3G bekämpft und hoffentlich erfolgreich aus dem Weg geräumt werden.

Was soll besser gemacht werden? Worin liegt die Innovation?
Bislang gab es keine digitalen Angebote der U3G und auch viele andere Bildungsträger in Bremen und Deutschland verfügten nicht (oder nur geringfügig) über derartige Angebote. Insofern ist das zukünftige Angebot perse die Innovation.

Was soll zum Ende des Projekts konkret erreicht worden sein?
Ältere Menschen sollen befähigt werden die Angebote der U3G im Internet zu verfolgen und dadurch motiviert, auch noch weitere der vielfältigen Möglichkeiten des Internets kennenzulernen.

Wie soll das genau geschehen (Anzahl, Dauer und Turnus einzelner Schritte)?
Es wird vier Propädeutika zu Beginn des Herbstsemesters geben bei denen in Präsenzveranstaltungen und auch digital die technischen Voraussetzungen zur Nutzung der digitalen Bildungsangebote vom Projektleiter erklärt werden. Diese vier Veranstaltungen werden auf das Bremer Stadtgebiet verteilt werden. Es wird die Möglichkeit geben Tablets auszuleihen damit auf diesem Weg auch die Barrieren finanzieller Art für die Teilnehmenden zu minimieren. Bei der Leihe (jeweils für 6 Wochen) werden wir eine Kurzeinführung für das Gerät geben und eine wöchentliche Sprechstunde für die Dauer der drei Monate anbieten, um das Frustrationspotential zu minimieren und den Nutzen für die Menschen zu maximieren. Eine Evaluation am Ende des dreimonatigen Projekts soll Aufschluss darüber geben, ob es sich lohnt die digitalen Angebote zu verstetigen.

Was sollen die Teilnehmenden tun?
Sich auf das Angebot einlassen und die digitalen Chancen und den persönlichen Nutzen für sich erkennen.

Was sollen die Unterstützenden tun?
Sich mit viel Geduld und Empathie auf jeden der potentiellen Nutzer*innen einlassen und mit ausreichendem technischen Sachverstand die Möglichkeiten und Chancen der digitalen Welt für die ältere Generation aufzeigen.

[FETT] Welche Voraussetzungen / Erfahrungen haben die vorgesehenen Unterstützenden?
Dies wird auf Grundlage einer Abfrage seitens der Projektleitung abgeprüft. Einschlägige Erfahrung mit den Betriebssystemen der Endgeräte und didaktische Erfahrung müssen vorhanden sein.

[FETT]Woran machen Sie den Erfolg des Projektes fest?
Quantitativ: an der Anzahl der Nutzer*innen der digitalen Bildungsangebote
Qualitativ: an den Rückmeldungen der Nutzer*innen, ob und wieso Ihnen die Angebote gefallen bzw. nicht gefallen haben und ob sie die Auseinandersetzung mit den digitalen Angeboten für sich als lohnend empfunden haben.

Wie kann der Erfolg gemessen werden?
Durch einen Evaluationsbogen und die ergänzende Dokumentation des Projektleiters