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Haus im Viertel Bremer Heimstiftung

Projekt: „Digitale Stunde“

Projekthintergrund
Das Haus im Viertel ist eine Seniorenwohneinrichtung der Bremer Heimstiftung mit 86 Wohnungen für Menschen 60+. Die Orientierung am “normalen Wohnen“, die Förderung von Selbstbestimmung und Selbstständigkeit der Mieterschaft, Kooperationsbereitschaft und die Vernetzung in den Stadtteil sind Kernpunkte des Wohnkonzepts des Haus im Viertels. Neben der Quartiersvernetzung gibt es zudem einige Kooperationspartner:innen auf dem Gelände selbst mit denen eine enge Zusammenarbeit gepflegt wird. Dazu gehören unter anderem das Montessori Kinderhaus, die Volkshochschule Bremen, das Dienstleistungszentrum Mitte vom Deutschen Roten Kreuz, das „Akzent-Wohnen“ (Wohnen für jüngere, mehrfachbehinderte Menschen), eine Demenz Wohngemeinschaft der Paritätischen Dienste sowie BioBiss (Gastronomie).
Der Gemeinschaftsraum im Alten Fundamt ist Dreh- und Angelpunkt für gemeinsame Treffen der Mieter- und Kooperationspartner:innen sowie Veranstaltungsort zahlreicher Angebote im Haus. Der Großteil der Angebote wird durch die Mieter:innen selbst oder durch ehrenamtliche Personen aus der Nachbarschaft entwickelt und geleitet und steht allen Mieter: innen offen.
Besonders in Zeiten von Corona wurde sehr deutlich, welches Potenzial digitale Medien (auch) für ältere Menschen für den Erhalt der Selbstständigkeit, der Alltagsgestaltung und der Teilhabe haben kann. Gezeigt hat sich jedoch auch, dass insbesondere ältere Menschen immer noch mit zahlreichen Hürden ältere Menschen auf dem Weg ins World Wide Web und der Nutzung digitaler Medien konfrontiert sind. Neben der Ausstattung mit entsprechenden Geräten und einer stabilen Internetverbindung, ist es vor allem die fehlende Erfahrung im Umgang mit der Technik und die Sorge etwas falsch zu machen, die ältere Menschen davon abhält mit digitalen Medien aktiv zu werden.

Deshalb möchten wir gern im Haus das Projekt der „Digitalen Stunde“ initiieren.

Die Digitale Stunde
Die Digitale Stunde verfolgt das Ziel, älteren Menschen (zunächst Mieter:innen aus unserem Haus, aber später auch interessierten Nachbar:innen) den Umgang mit den digitalen Medien näher zu bringen.
Geplant sind wöchentlichen Treffen mit, die im besten Fall ehrenamtlichen oder durch eine Honorarkraft geleitet und begleitet werden, in denen älteren Menschen die Möglichkeit haben, den Umgang mit der digitalen Technik über ein mobiles Endgerät zu erlernen, zu üben und/oder ihr bisheriges Wissen zu erweitern und Fragen zu stellen.
Angedacht ist, dass die Teilnehmer:innen entweder mit ihrem eigenen mobilen Gerät vorbei kommen oder sich für das Treffen bzw. die Projektlaufzeit ein Gerät, vorzugsweise ein Tablet, von uns ausleihen können.
Aufgrund der derzeitigen Kontaktbeschränkungen würden wir die digitale Stunde zunächst in Eins-zu-eins Terminen anbieten. Sobald wieder mehr Haushalte gleichzeitig
zusammenkommen dürfen, möchten wir das Angebot als Gruppentreffen anbieten, damit
auch motivierende Aspekte, wie der gegenseitige Kontakt und Erfahrungsaustausch der
Teilnehmer:innen und das gegenseitigen Unterstützungspotenzial gefördert werden.

Evaluation
Zur Evaluierung des Projekts soll ein Fragebogen entwickelt werden, der vor Projektbeginn
und drei Monate später, das Nutzungsverhalten, die Kompetenz und das Sicherheitsgefühl
im Umgang mit der Technik von den Teilnehmer:innen erfassen soll.

Projektumsetzung
Erste Schritte zur Umsetzung des Projekts sind bereits in Arbeit, wie der Anschluss des
Gemeinschaftsraums an ein tragfähiges Internet und die Akquise von ehrenamtlicher
Begleitung.
Bei dem Netzwerk Digital Ambulanz möchte ich mich um eine Förderung weiterer
notwendiger digitaler Komponenten aus dem Multimediabereich bewerben.
Das betrifft einerseits die Anschaffungskosten für 5xTablets (Model Samsung Galaxy Tab7)
und ein Beamer mit dem die Lerninhalte an die Wand und für alle (auch auf Abstand) gut
sichtbar projiziert werden können.